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Gekaufte Bewertungen: Risiken, Recht und Alternativen
20. Dezember 2024

Gekaufte Bewertungen: Warum sie mehr schaden als nutzen
Gekaufte Bewertungen erscheinen vielen Unternehmen als eine schnelle Möglichkeit, ihre Online-Präsenz aufzupolieren. Doch diese Praxis ist in den meisten Fällen auch rechtlich unzulässig. Nach § 5 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) stellt die Veröffentlichung solcher Bewertungen eine irreführende geschäftliche Handlung dar. Gleichzeitig tragen gekaufte Rezensionen dazu bei, dass Plattformen immer häufiger automatische Löschungen vornehmen, die auch ehrliche Bewertungen treffen können – mit schwerwiegenden Folgen für Unternehmen und ihre Kunden.
Die rechtliche Dimension: § 5 Abs. 1 Nr. 1 UWG
Gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 1 UWG handelt es sich um eine irreführende geschäftliche Handlung, wenn durch falsche oder zur Täuschung geeignete Angaben ein unzutreffendes Bild über wesentliche Merkmale von Produkten oder Dienstleistungen vermittelt wird. Bewertungen gelten als entscheidende Informationsquelle für Verbraucher. Werden gekaufte Rezensionen genutzt, um das Unternehmen besser darzustellen, entsteht der Eindruck, dass diese Erfahrungen authentisch sind – was in den meisten Fällen nicht der Wahrheit entspricht.
Ein solches Verhalten ist nicht nur ein klarer Verstoß gegen das UWG, sondern kann auch zu Abmahnungen, Bußgeldern oder Schadensersatzforderungen führen. Zudem droht Unternehmen, die mit gekauften Bewertungen arbeiten, ein erheblicher Reputationsverlust, falls diese Täuschung aufgedeckt wird.
Automatische Löschungen: Eine ungewollte Folge von Fake-Bewertungen
Die zunehmende Verbreitung gekaufter Bewertungen zwingt viele Plattformen dazu, automatische Kontrollsysteme einzusetzen. Diese Algorithmen sollen verdächtige Rezensionen erkennen und löschen. Dabei werden häufig auch echte Bewertungen entfernt, da die Systeme nicht immer zwischen authentischem und gefälschtem Feedback unterscheiden können. Unternehmen verlieren dadurch wertvolle Rezensionen, die ihnen helfen könnten, sich von der Konkurrenz abzuheben. Gleichzeitig schaden solche Löschungen dem Vertrauen echter Kunden, die ihre ehrliche Meinung veröffentlicht haben und sich über die Entfernung ihrer Beiträge wundern.
Diese Dynamik zeigt, dass der Kauf von Fake-Bewertungen nicht nur rechtlich riskant ist, sondern auch dazu beiträgt, dass das gesamte Bewertungssystem an Glaubwürdigkeit verliert. Unternehmen, die auf Authentizität setzen, geraten durch die strikten Maßnahmen der Plattformen oft unverschuldet in Schwierigkeiten.
Der bessere Weg: Authentizität und gezieltes Vorgehen
Anstatt auf gekaufte Bewertungen zu setzen, sollten Unternehmen darauf hinarbeiten, mehr echte Kundenmeinungen zu sammeln. Es ist völlig legitim, zufriedene Kunden aktiv zu ermutigen, ihre Erfahrungen öffentlich zu teilen. Gleichzeitig ist es wichtig, gegen ungerechtfertigte negative Bewertungen entschieden vorzugehen.
Rubin Law unterstützt Sie dabei, sich rechtlich korrekt zu positionieren. Wir helfen Ihnen, gekaufte Bewertungen zu vermeiden und stattdessen eine Strategie zu entwickeln, wie Sie echte Kundenmeinungen fördern können. Darüber hinaus setzen wir Ihre Rechte durch, wenn unzulässige negative Bewertungen veröffentlicht werden oder echte Rezensionen unrechtmäßig gelöscht wurden. Senden Sie uns noch heute die negative Bewertung zu, indem Sie hier klicken, und wir lassen Ihnen kostenlos unsere Empfehlung zukommen.